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Walpurgisnacht im Harz

 

Text von Claudia Gropp

Die Walpurgisnacht steht bevor. Statt dem ehrer biederen Tanz in den Mai, kann man im Harz vieler Orts das wilde Treiben von Hexen und Teufeln erleben. Besonders für Kinder sind die Walpurgisfeiern geeignet sich zu verkleiden, den alten Besen aus der Kammmer zu holen und darauf um die Walpurgisfeuer zu reiten.

Ob man nun die zahlreichen komerziellen Veranstaltungen im Oberharz z. B. Schierke, in der Stadt Wernigerode oder auf dem Hexentanzplatz in Thale besuchen möchte um das vielseitige Programm zu bestaunen, oder lieber selbst ein Feuer anzündet und ein paar Freunde zum Hexentanz einlädt, ist Geschmackssache.

Über den Ursprung der Walpurgisnacht gibt es verschiedene Informationen. Sie reiht sich ein in die heidnischen Bräuche den Winter
zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen. Im Zuge der Christianisierung wurden diese Bräuche buchstäblich "verteufelt". Ausgelassen feiernde Frauen wurden zu Hexen, heidnische Bräuche wurden "Teufelszeug".

Walpurgisnacht ist modern seit Goethe dieses Ereignis in seinem "Faust" erwähnte. Darin heißt es:

"...Die Hexen zu dem Brocken ziehn,
Die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün.
Dort sammelt sich der große Hauf,
Herr Urian sitzt oben auf.
So geht es über Stein und Stock,
Es furzt die Hexe, es stinkt der Bock...
Da seh ich junge Hexchen, nackt und bloß,
Und alte, die sich klug verhüllen.
Seid freundlich, nur um meinetwillen;
Die Müh ist klein, der Spaß ist groß.
Ich höre was von Instrumenten tönen!
Verflucht Geschnarr! Man muß sich dran gewohnen.
Komm mit! Komm mit! Es kann nicht anders sein,
Ich tret heran und führe dich herein,
Und ich verbinde dich aufs neue.
Was sagst du, Freund? das ist kein kleiner Raum.
Da sieh nur hin! du siehst das Ende kaum.
Ein Hundert Feuer brennen in der Reihe
Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt
Nun sage mir, wo es was Bessers gibt?..."

Auf dem Brocken im Harz, dem Goetheschen Walpurgisschauplatz, kann man seit 1990 wieder feiern. Vorher war der Brocken russischer Armeestützpunkt in der DDR und nicht für Normalbürger und schon gar nicht für Hexen und Teufel zugänglich.

Warum heißt die Walpurgisnacht nun eigentlich Walpurgisnacht ?
Es gab eine Nonne namens Walburga bzw. Walpurgis, die in deutschen Landen als Missionarin tätig war, später erhielt sie den Status einer Heiligen.
Ihr Gedenktag ist am 1. Mai. So wäre also die Walpurgisnacht, die Nacht vor dem Tag der Walburga zu Ehren erkohren wurde.

 

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